WEBFORMULAR

nach oben

Login

Die Anmeldung zur Datenerfassung im Webformular erfolgt über das Kundenportal des Rechnungshofes (portal.rechnungshof.gv.at). Der Einstieg in das Kundenportal des Rechnungshofes erfolgt mittels E–Mail–Adresse und Passwort. In einem weiteren Schritt ist der Aktivierungscode für den jeweiligen Rechtsträger einzugeben, sodass dieser durch den Rechnungshof freigeschaltet werden kann. Anschließend ist der Rechtsträger, für den Daten eingegeben werden, unter „RH–Einkommens–Meldung“ sichtbar und kann ausgewählt werden.

nach oben

Abschluss der Dateneingabe

Die Daten sind erst verbindlich an den Rechnungshof zu übermitteln, wenn die Informationen für beide Berichtsjahre vollständig erfasst sind. Die eingegebenen Daten können zwischengespeichert werden, eine separate Übermittlung der Angaben der beiden Erhebungsjahre ist jedoch nicht möglich. Um die Daten verbindlich zu übermitteln, ist es erforderlich, den Status von „zwischenspeichern“ auf „verbindlich übermitteln“ zu ändern bevor der Senden–Button betätigt wird.

Nach verbindlicher Übermittlung der Daten ist keine Bearbeitung der Eingaben im Webformular mehr möglich.

nach oben

Eingabefrist

Die Eingabefrist endet ausnahmslos am Freitag, den 25. Juni 2021.

nach oben

Statusüberprüfung

Sollten sich während oder nach den Berichtsjahren 2019 oder 2020 die Eigentümerverhältnisse geändert haben, ist dies unter „Anmerkungen“ zu erläutern (Datum der Änderung, neue Eigentümer, Beteiligungshöhe in % nach der Änderung etc.). Es besteht Berichtspflicht für den Zeitraum, in dem der Bund unmittelbar oder mittelbar an dem betreffenden Unternehmen beteiligt war.

Zeitliche Abgrenzung

In den angegebenen Daten sind die jeweiligen Kalenderjahre abzubilden. Hinsichtlich der Zurechnung der Beträge zu den Erhebungsjahren ist der Zeitpunkt des Zufließens maßgebend (z.B. wird eine Zahlung im Jahr 2020 für das Jahr 2019 dem Jahr 2020 zugerechnet).

nach oben

Meldung oder Leermeldung

Wählen Sie die Schaltfläche „Leermeldung“ nur, wenn

  • seitens des Unternehmens bzw. der Einrichtung keine Löhne/Gehälter bezahlt wurden oder
  • Personal ausschließlich von anderen Unternehmen oder Einrichtungen zur Verfügung gestellt wurde (auch wenn dafür Kostenersatz geleistet wurde) oder
  • in einem Unternehmen lediglich eine Geschäftsleitung, sonst aber kein weiteres Personal tätig war und die Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt wurde (z.B. einer Tochtergesellschaft von der Muttergesellschaft, ohne oder auch gegen Kostenersatz) oder
  • eine Mantelgesellschaft vorliegt. Das ist eine Kapitalgesellschaft, die über kein operatives Betätigungsfeld bzw. Unternehmen verfügt, sondern sich als „leere Hülse“ darstellt. Man unterscheidet in diesem Zusammenhang Mantelgesellschaften, die ihren vormals bestehenden Geschäftsbetrieb eingestellt haben, und solche, die erst eine Tätigkeit aufnehmen werden (Vorratsgesellschaft, Auffanggesellschaft). (Quelle: Rauter, Mantelgesellschaft, in: Straube, Fachwörterbuch zum Handels– und Gesellschaftsrecht, Wien 2005)

ACHTUNG: Bei Verwendung der Schaltfläche „Leermeldung“ werden im Formular alle Beschäftigtenkategorien auf „Leermeldung“ gesetzt.

AUSWAHL DER BESCHÄFTIGTENKATEGORIEN

Wählen Sie die Beschäftigtenkategorien Ihres Unternehmens bzw. Ihrer Einrichtung. In der Folge werden Sie einerseits zur Personalstruktur und andererseits zum Einkommen der Bediensteten der einzelnen Beschäftigtenkategorien befragt.

Das Erhebungsformular zur Einkommenserhebung enthält zu jeder Beschäftigtenkategorie das Kommentarfeld „Anmerkungen“. Dort sind Erläuterungen, z.B. zu größeren Abweichungen gegenüber dem Vorjahr bei Vollzeitäquivalenten (VZÄ) oder bei Bezügen bzw. Bezugsbestandteilen beispielsweise im Falle von Kurzarbeit aufgrund von COVID–19 oder eines Vorstandswechsels, einzutragen.

Geschlechtsspezifische Daten von Frauen und Männern werden sowohl hinsichtlich der Personalstruktur als auch hinsichtlich der Einkommen erhoben. Achten Sie darauf, dass die Angaben zu den Bruttobezügen von Frauen und Männern konsistent mit den Personenangaben sind. Ist keine getrennte Eingabe der Daten von Frauen und Männern möglich, ist die jeweilige Gesamtsumme im Feld „Alternative Summe“ anzugeben. Im Bericht zur Einkommenserhebung wird in diesem Fall darauf hingewiesen, dass eine getrennte Angabe von Frauen und Männern in Ihrem Unternehmen nicht möglich war.

Die Daten für Aufsichtsrat/Universitätsrat und Vorstand/Geschäftsführung/Rektorat sind jedenfalls geschlechtsspezifisch getrennt zu erfassen.

nach oben

PERSONALSTRUKTUR

Allgemein

In diesem Abschnitt ist die Anzahl der Beschäftigten sowie der Aufsichtsräte bzw. Kontrollorgane anzugeben. Dabei sind alle Personen einzubeziehen, die während des Berichtsjahres in einem aufrechten Arbeitsverhältnis oder Ausbildungsverhältnis gestanden sind und Gehalt/Lohn/Vergütung bezogen bzw. weiterbezogen haben (z.B. im Mutterschutz befindliche Frauen, vorübergehend im Ausland Tätige, Personal auf Bau– und Montagestellen, Ferialpraktikantinnen und –praktikanten, Aushilfsarbeiterinnen und –arbeiter etc.). Die Anzahl der Arbeitskräfte mit auf bis zu sechs Monaten befristeten Arbeitsverhältnissen ist unter „Anmerkungen“ anzuführen. Weiters ist die Anzahl der Arbeitskräfte, die aufgrund von COVID–19 zur Kurzarbeit angemeldet waren, unter den „Anmerkungen“ anzugeben.

Nicht zu den Beschäftigten zu zählen sind beispielsweise zum Grundwehr– bzw. Zivildienst Einberufene oder in Karenz befindliche Personen, wenn sie während der Karenzzeit von Ihrem Unternehmen kein Einkommen bezogen haben.

Köpfe

Geben Sie die Anzahl der im jeweiligen Jahr in der Beschäftigtenkategorie tätigen Personen an (d.h. jede im Berichtsjahr tätige Person, unabhängig von der Beschäftigungsdauer im Unternehmen bzw. der Einrichtung, folglich ganzzahlig).

Vollzeitäquivalente (VZÄ)

Mit Hilfe von Vollzeitäquivalenten (VZÄ) kann das Arbeitszeitvolumen z.B. von Teilzeitbeschäftigten oder von nicht ganzjährig Vollzeitbeschäftigten auf „Vollzeitstellen“ hochgerechnet werden.

VZÄ (eine Person, ganzjährig vollbeschäftigt = 1,0 VZÄ; Definition gemäß Statistik Austria, Statistisches Jahrbuch 2010, S. 142) sind daher nach folgender Formel zu berechnen und auf drei Nachkomma-Stellen gerundet anzugeben:

(Wochenstunden  x  Monate in Beschäftigung) / (Wochenstunden nach Normalarbeitszeit (z.B. 40 oder 38,5 Stunden) x 12)

So werden beispielsweise ganzjährig Teilzeitbeschäftigte mit 20 Stunden Wochenarbeitszeit bei einer Vollzeit–Wochenarbeitszeit von 40 Stunden mit 0,5 VZÄ erfasst. Werte größer als 1,0 VZÄ pro Person sind nicht zulässig.

Anzahl der Teilzeitbeschäftigten

Es ist die Anzahl der teilzeitbeschäftigten Personen (Köpfe) anzugeben. Dabei ist jede Person zu erfassen, die im Erhebungsjahr teilzeitbeschäftigt war, unabhängig von der Länge der Teilzeitbeschäftigung.

Als teilzeitbeschäftigt gelten gemäß Statistik Austria jene Personen, die weniger als 90 % der kollektivvertraglichen wöchentlichen Normalarbeitszeit arbeiten (z.B. weniger als 36 Stunden bei 40 Stunden Normalarbeitszeit).

nach oben

Aufsichtsrat / Universitätsrat / Kontrollorgan / Kuratorium

Bei Aufsichtsorganen ist im Sinne des Einkommensberichts des Rechnungshofes folgende grundsätzliche Unterscheidung zu treffen:

In den Bericht aufgenommen werden

  • Aufsichtsorgane, die vom betreffenden Rechtsträger eine Aufsichtsratsvergütung erhalten, sowie
  • Aufsichtsorgane, die ihre Kontrollfunktion ehrenamtlich ausüben, für diese Tätigkeit also keinerlei Vergütung erhalten.

Angaben zu diesen Personen sind in Summe unter „Köpfe“, „Unterjährige Gremiumszusammensetzung“ sowie in den Feldern der Kategorie „Einkommen – Aufsichtsrat“ („Aufsichtsratsvergütung“, „davon erfolgsabhängige Zahlungen“, „davon Sonderzahlungen“ und „davon Sachbezüge (nach steuerlichem Wertansatz)“) zu erfassen (siehe Einkommen).

Die unentgeltlich tätigen Aufsichtsorgane sind zusätzlich auch im Feld „Köpfe“ der Kategorie „davon unentgeltlich tätige Aufsichtsräte“ einzutragen.

Nicht in den Bericht aufgenommen werden

  • Aufsichtsorgane, die nicht ehrenamtlich tätig sind, aber ausschließlich von Dritten eine Aufsichtsratsvergütung bzw. eine gleichartige Zahlung erhalten. Diese sind im Feld „zur Verfügung gestellte Arbeitskräfte für Aufsichtsrat–Tätigkeit“ zu erfassen. Den Angaben in den Feldern „Köpfe“ und „Unterjährige Gremiumszusammensetzung“ sind diese nicht hinzuzurechnen. Bitte geben Sie unter „Anmerkungen“ bekannt, von welchem Rechtsträger die Aufsichtsratsvergütung bzw. eine gleichartige Zahlung geleistet wurde. Allfällige an diesen Rechtsträger geleistete Kostenersätze für die Aufsichtsratstätigkeit sind auch im Feld „Anmerkungen“ darzustellen.
  • Dienstnehmervertreterinnen und -vertreter; diese werden in der Erhebung nicht berücksichtigt.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Universitätsrats/Kontrollorgans/Kuratoriums) ist nach Köpfen anzugeben. Dabei zählt jede Person, die einer in den Bericht aufgenommenen Gruppe zuzurechnen ist, als ein Kopf.

Um bei unterjährig wechselnden Mitgliedern die Berechnung eines vergleichbaren Jahreswertes zu ermöglichen, ist im Feld „Unterjährige Gremiumszusammensetzung“ ein über das entsprechende Befragungsjahr durchgerechnetes Tätigkeitsausmaß anzugeben. Zur Illustration der Durchrechnung siehe die folgenden Beispiele:

  • Wird in einem sechsköpfigen Aufsichtsrat (nur Männer) die Funktion eines Aufsichtsratsmitglieds innerhalb des Jahres zuerst von einer Person und nach sechs Monaten von einer anderen wahrgenommen, so ist für dieses Jahr unter „Köpfe“ die Zahl sieben und unter „Unterjährige Gremiumszusammensetzung“ sechs einzugeben.
  • Scheiden aus einem dreiköpfigen Aufsichtsrat zum Halbjahr die drei männlichen Aufsichtsratsmitglieder aus und werden diese durch drei Frauen ersetzt, so sind unter „Unterjährige Gremiumszusammensetzung“ 1,5 Männer und 1,5 Frauen einzugeben. Unter „Köpfe“ geben Sie in diesem Fall 3 Männer und 3 Frauen an.
  • Sind in einem Aufsichtsrat 5 Frauen und 5 Männer tätig gewesen, einer der Männer jedoch nur für sechs Monate, so sind unter „Köpfe“ 5 Frauen und 5 Männer einzugeben und unter „Unterjährige Gremiumszusammensetzung“ 5 Frauen und 4,5 Männer.

Sollte ein Mitglied des Kontrollorgans nicht das gesamte jeweilige Berichtsjahr aktiv gewesen sein, ist dies unter „Anmerkungen“ anzuführen.

nach oben

Vorstand / Geschäftsführung / Leitender Dienst / Rektorat

Es sind alle im jeweiligen Berichtsjahr aktiven Vorstandsmitglieder/Geschäftsführerinnen bzw. Geschäftsführer/Leitungsorgane etc. anzugeben. Sollte ein Leitungsorgan nicht das gesamte jeweilige Berichtsjahr aktiv gewesen sein, so ist dies in den VZÄ zu berücksichtigen und unter „Anmerkungen“ zu erläutern.

HINWEIS: Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer/Vorstände, die von anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden, sind als „zur Verfügung gestellte Arbeitskräfte für Vorstands–/Geschäftsführer–Tätigkeit“ zu melden. Unter „Köpfe“ und „VZÄ“ sind diese nicht hinzuzurechnen. Ein allfälliger Kostenersatz ist nur unter „Anmerkungen“ darzustellen. Bitte geben Sie unter „Anmerkungen“ auch bekannt, von welchem Rechtsträger die Geschäftsführer–/Vorstandsvergütung geleistet wurde.

Diese Beschäftigtenkategorie umfasst auch operative Stiftungs– und Vereinsvorstände. Für nicht operative Stiftungs– und Vereinsvorstände sind die Köpfe und die VZÄ wie bei operativ tätigen einzugeben. Sofern diese unentgeltlich tätig waren, ist im Feld „Anmerkungen“ darauf hinzuweisen.

Bezüglich Rektorat siehe auch Rektorat

nach oben

Öffentlich Bedienstete

Unter dem Begriff „Öffentlich Bedienstete“ werden für die Einkommenserhebung Beamtinnen und Beamte sowie Vertragsbedienstete zusammengefasst.

Als Beamtinnen und Beamte gelten auch jene Öffentlich Bediensteten, die einer Einrichtung zur Dienstleistung überlassen wurden und deren Personalaufwand von der Einrichtung zu refundieren ist (z.B. Bundesmuseen, Österreichische Nationalbibliothek, Österreichischer Bibliothekenverbund, Österreich Institut GmbH).

Abweichend davon gibt es für Universitäten und Einrichtungen künstlerischer Art die Kategorie
„Öffentlich Bedienstete“ nicht. Es wird allerdings zwischen auf privatrechtlicher Basis Beschäftigten einerseits und Beamtinnen und Beamten andererseits in den spezifischen Beschäftigtenkategorien „wissenschaftliches/künstlerisches“ bzw. „allgemeines Universitätspersonal“ unterschieden.

nach oben

Sonstige

Alle Beschäftigten, die keiner anderen Kategorie zugeordnet werden können, sind hier anzuführen (z.B. fallweise Beschäftigte in der Nationalen Anti–Doping Agentur Austria). Die Tätigkeit ist unter „Anmerkungen“ kurz zu beschreiben.

nach oben

SPEZIFISCHE BESCHÄFTIGTENKATEGORIEN

nach oben

Sozialversicherungsträger

Leitende Funktionärinnen und Funktionäre

Als Leitende Funktionärinnen und Funktionäre sind jene Mitglieder der Selbstverwaltung anzuführen, die eine sogenannte Funktionsgebühr beziehen. In der Regel handelt es sich hierbei um die Obfrau bzw. den Obmann des Versicherungsträgers, ihre bzw. seine beiden Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie um die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden der Kontrollversammlung und deren bzw. dessen Stellvertreterin bzw. Stellvertreter; bei den Sozialversicherungsträgern mit Landesstellen bzw. Regionalbüros kann die Zahl der Funktionsgebührenbezieherinnen und –bezieher über den oben angeführten Personenkreis hinausgehen. Sollte ein Mitglied nicht das gesamte jeweilige Berichtsjahr aktiv gewesen sein, ist dies unter „Anmerkungen“ anzuführen.

Da die Tätigkeit als leitende Funktionärin bzw. leitender Funktionär der einer Geschäftsführerin bzw. eines Geschäftsführers ähnelt, kommt in diesem Fall auch der Berechnungsmodus der VZÄ zur Anwendung.

nach oben

Universitäten

Rektorat

In diesem Abschnitt sind sowohl die im jeweiligen Berichtsjahr aktiven Rektorinnen bzw. Rektoren als auch alle aktiven Vizerektorinnen und Vizerektoren anzugeben. Sollte ein Rektoratsmitglied nicht das gesamte jeweilige Berichtsjahr aktiv gewesen sein, ist dies unter „Anmerkungen“ anzuführen.

Im Fall von Vizerektorinnen bzw. Vizerektoren, die weiterhin auch als Professorinnen und Professoren tätig sind, sind unter der Beschäftigtenkategorie „Rektorat“ ausschließlich das für diese Tätigkeit relevante Beschäftigungsausmaß (in VZÄ) bzw. die entsprechenden Bezugsteile zu melden.

Freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer

Hier sind jene Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer anzugeben, die sich auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichtet haben, diese Dienstleistungen im Wesentlichen persönlich erbringen, aus dieser Tätigkeit ein Entgelt beziehen und über keine wesentlichen eigenen Betriebsmittel verfügen. Die Dienstleistungen müssen für einen Dienstgeber im Rahmen seines Geschäftsbetriebes, seiner Gewerbeberechtigung, seiner berufsrechtlichen Befugnis, seines statutengemäßen Wirkungsbereiches oder für bestimmte öffentlich–rechtliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber erfolgen.

(Definition gemäß Wirtschaftskammer Österreich)

Zur Festlegung des Beschäftigungsausmaßes bei Freien Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern wird auch auf die in der Anlage 1 zu § 2 Abs. 1 Bildungsdokumentationsverordnung Universitäten enthaltenen Hinweise verwiesen (BMWFW GZ 31.250/0002–WF/IV/9c/2017).

nach oben

Einrichtungen für Kunst, Unterhaltung und Erholung sowie Einrichtungen künstlerischer Art

nach oben

Saisonpersonal

Als Saisonpersonal gelten ausschließlich Beschäftigte der Bregenzer Festspiele GmbH oder des Salzburger Festspielfonds, deren Arbeitsverhältnis auf weniger als sechs Monate befristet ist. Ist eine Angabe der VZÄ nicht möglich, sind die Felder „Köpfe“ und „VZÄ“ mit denselben Werten auszufüllen.

nach oben

EINKOMMEN

nach oben

Bruttolohn/-gehalt bzw. Aufsichtsratsvergütung

Die Bruttolohn– bzw. Bruttogehaltssumme ist die Summe der von Ihrem Unternehmen geleisteten Brutto–(Gesamt–)Bezüge (Geld– und Sachbezüge) für das während des Berichtsjahres im Personalstand des Unternehmens geführte Personal (bzw. Mitglieder des Aufsichtsrats). Dies gilt unabhängig davon, wo dieses während des Berichtsjahres tätig war. Es ist die gesamte Bruttolohn– bzw. Bruttogehaltssumme des jeweiligen Berichtsjahres anzuführen.

HINWEIS: Erfolgsabhängige Zahlungen und Sonderzahlungen sind Teil der Bruttolohn– bzw. Bruttogehaltssumme der Leitungsorgane. Erst in der Folge sind erfolgsabhängige Zahlungen und Sonderzahlungen extra auszuweisen (siehe auch Erfolgsabhängige Zahlungen).

In die Bruttolohn- bzw. Bruttogehaltssumme einzubeziehen sind:

  • Zuschläge und Zulagen (wie Akkord–, Leistungs– und Erschwerniszulagen)
  • Entlohnungen für Überstunden, Schicht–, Sonntags–, Feiertags– und Nachtarbeit sowie Mehrarbeit
  • Vergütungen für Feiertage und Urlaube, Arbeitsausfälle und dergleichen
  • Lohn– und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall
  • Sonderzahlungen (wie z.B. 13. und 14. Gehalt), Bilanzgelder, Jahresabschlussprämien, Einmalprämien, Jubiläumszuwendungen, Vergütungen für Diensterfindungen, Prämien für Verbesserungsvorschläge, Urlaubsabgeltungen
  • erfolgsabhängige Zahlungen wie z.B. Gewinn– und Ertragsbeteiligungen, Umsatzprämien
  • Entschädigungen für nicht gewährten bzw. nicht in Anspruch genommenen Urlaub
  • Urlaubsentschädigung und Urlaubsabfindung bei Auflösung eines Arbeitsverhältnisses
  • Entschädigungszahlungen für Vorruhestände
  • sämtliche Sachbezüge gemäß steuerlichem Wertansatz
  • Sitzungsgelder für Mitglieder des Aufsichtsrats

HINWEIS: Nachzahlungen aufgrund fehlerhafter Berechnungen des Vorrückungsstichtags (VwGH–Er­kenntnis Ro 2015/12/0025­-3 vom 9. September 2016) sind in dem Jahr anzugeben, in dem die Zahlung erfolgte. Unter „Anmerkungen“ ist darauf und auf die Höhe der Nachzahlung hinzuweisen.

Nicht in die Bruttolohn- bzw. Bruttogehaltssumme einzubeziehen sind:

  • Abfertigungen gemäß Arbeits–, Kollektivvertrags– oder sonstigem Vertragsrecht bzw. auf freiwilliger Basis
  • echte abrechnungspflichtige Aufwandsentschädigungen sowie abrechnungspflichtige Auslagenersätze wie Reisekosten, Kilometergelder, Taggelder, Übernachtungsgelder, Diäten
  • alle Vergütungen an ehemalige Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer und deren Angehörige (wie z.B. Pensionen, Hinterbliebenenrenten, Witwen– und Waisengelder)
  • Familienbeihilfen bzw. Familienbeihilfenfondsumlage (Dienstgeberbeitrag (auch der Zuschlag) zum FLAF)
  • Kommunalabgabe (U–Bahnsteuer) und Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung (einschließlich Ausgleichstaxen)

 

Sonderfall „Geschäftsleitung bei GmbH & Co KG“:

Wenn die GmbH als Komplementär der GmbH & Co KG (Gesellschaft mit Personal) die Geschäftsführerin bzw. den Geschäftsführer gegen Kostenersatz zur Verfügung stellte, so ist das ausbezahlte Gehalt und das Beschäftigungsausmaß (VZÄ) dieser Geschäftsleitung bei der GmbH anzugeben. Unter „Anmerkungen“ ist das Unternehmen zu nennen, in dem die Geschäftsführerin bzw. der Geschäftsführer beschäftigt war, und die Höhe des jeweils geleisteten Kostenersatzes anzugeben. In der GmbH & Co KG ist die Geschäftsführerin bzw. der Geschäftsführer lediglich unter „zur Verfügung gestellte Arbeitskräfte für Vorstands–/Geschäftsführertätigkeit“ anzuführen.

nach oben

Erfolgsabhängige Zahlungen, Sonderzahlungen (exklusive Abfertigungen)

Hier sind die in den gesamten Bruttolöhnen bzw. ‑gehältern (siehe Bruttolohn) enthaltenen erfolgsabhängigen Zahlungen und die Sonderzahlungen der Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands bzw. der Geschäftsführung auszuweisen.

Unter Sonderzahlungen bzw. erfolgsabhängigen Zahlungen versteht man Teile des Entgelts, die neben den laufenden Bezügen regelmäßig in größeren Zeitabständen (z.B. jährlich wiederkehrend) oder auch nur einmalig ausgezahlt werden. (Definition gemäß Ortner, Personalverrechnung in der Praxis, Wien 2015, S. 550)

Beispiele für Sonderzahlungen sind das 13. und 14. Gehalt, Bilanzgelder, Jahresabschlussprämien, Einmalprämien, Jubiläumszuwendungen, Vergütungen für Diensterfindungen, Prämien für Verbesserungsvorschläge, Urlaubsabgeltungen. Erfolgsabhängige Zahlungen sind z.B. Gewinn– und Ertragsbeteiligungen, Umsatzprämien oder Sondervergütungen, die nach Beurteilung einer Zielerreichung ausbezahlt werden.

Abfertigungen sind im Rahmen der Einkommenserhebung nicht als Teil der Sonderzahlungen zu rechnen (siehe auch Abfertigungen).

nach oben

Sachbezüge (nach steuerlichem Wertansatz)

Sachbezüge sind Sachleistungen, die der Dienstgeber den Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern unentgeltlich oder verbilligt gewährt. Darunter fallen z.B. ein Dienstwagen zur privaten Nutzung, eine unentgeltliche Dienstwohnung, unentgeltliches bzw. verbilligtes Essen. Diese Sachleistungen sind gemäß steuerlichem Wertansatz anzuführen.

Die Sachbezüge als Teil der gesamten Bruttolöhne bzw. –gehälter in Euro (Bruttojahressumme) sind für Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands bzw. der Geschäftsführung in einer eigenen Spalte gesondert auszuweisen.

nach oben

Freiwilliger Sozialaufwand

Der freiwillige Sozialaufwand ist gesondert anzugeben und nicht in den Bruttolohn bzw. in das Bruttogehalt einzurechnen. Sollte der unten beschriebene Sozialaufwand nicht nach Beschäftigtenkategorien aufgeschlüsselt angegeben werden können, so ist er in Summe auf der letzten Formularseite (Pensionen und freiwilliger Sozialaufwand) einzutragen.

Der freiwillige Sozialaufwand umfasst den gesamten Primär– und Sekundäraufwand Ihres Unternehmens, einschließlich pauschaler Zuwendungen an den Betriebsrat aus Mitteln des Unternehmens samt Umsatzsteuer.

Der freiwillige Sozialaufwand umfasst u.a. folgende Aufwandsarten:

  • Gesundheitsfürsorge: Urlaubszuschüsse, Heilungskostenzuschüsse, Kuraufenthalt, Invalidenfürsorge, Gruppenversicherungen usw.
  • Familienfürsorge: Geburts– und Sterbegelder, Kindergärten bzw. Zuschüsse zu Kindergartenkosten, Trennungszulagen, Familien– und Kinderzulagen, Lohn– und Gehaltsfortzahlungen, Heiratsbeihilfe, Karenzzuschuss, Notstandsunterstützungen usw.
  • Erholungs– und Freizeitgestaltung: Sportstätten, Zuschüsse an Sportvereine, Ferienheime und Erholungsheime, Werksmusik, Aufenthaltsräume, Betriebsausflüge, Betriebsfeiern usw.
  • Verpflegungsaufwand: Gebarungsabgänge bei Küchen und Kantinen, Essenszuschüsse usw.
  • Wohnunterstützung: Gebarungsabgänge bei werkseigenen Wohnungen, verlorene Baukostenzuschüsse, Mietenzuschüsse und Wohnungsgelder usw.
  • Finanzierungsunterstützung: Zinszuschüsse bei Krediten und zinsenlosen oder zinsbegünstigten Gehaltsvorschüssen in Höhe der Differenz zum marktüblichen Zinssatz von Betriebsratskrediten
  • Sonstiges: Fahrten zum und vom Betrieb, Zuschüsse bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Dienstfreistellungen mit Bezugsweiterzahlung, Treuezuwendungen, Firmenzuwendungen an den Betriebsrat, über das kollektivvertragliche Deputat hinausgehende Materialabgaben, Ausgleich bei Härtefällen; Aufwendungen für Pensionistenvereine, –feiern; Zuschüsse an Vereine, die Leistungen an eigene Bedienstete erbringen usw.
nach oben

ABFERTIGUNGEN

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger (Köpfe), an die Abfertigungen im jeweiligen Berichtsjahr ausbezahlt wurden, ist ebenso anzugeben wie die ausbezahlten (Brutto–)Abfertigungssummen. Dabei sind auch jene Personen zu berücksichtigen, die zwar im Berichtsjahr nicht mehr beschäftigt waren, aber an die im Berichtsjahr eine Abfertigung ausbezahlt wurde. Dies ist unter „Anmerkungen“ zu erläutern.

Als Abfertigungen gelten die vom Dienstgeber an Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer im Falle der Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf freiwilliger (evtl. vertraglicher; umfasst auch Abgangsentschädigungen) oder gesetzlicher (inklusive kollektivvertraglicher) Basis geleisteten Zahlungen.

Das Feld „Gesamte Abfertigung“ wird automatisch berechnet, eine Eingabe ist nicht möglich.

nach oben

FREIWILLIGE LEISTUNGEN ZUR ALTERSVORSORGE (PENSIONSKASSEN)

Es sind für die jeweilige Beschäftigtenkategorie die Anzahl der Personen, für die Leistungen zur Altersvorsorge erfolgten, und die einbezahlte (Brutto–)Jahressumme anzuführen. Das betrifft nur freiwillige Leistungen, nicht jedoch gesetzliche Leistungen zur Altersvorsorge.

Universitäten haben hier auch die Leistungen zur Altersvorsorge gemäß „Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen der Universitäten“ auszuweisen.

Sozialversicherungsträger haben hier auch die Leistungen zur Altersvorsorge aufgrund des „Kollektivvertrags über die Pensionskassenzusage für Dienstnehmer der österreichischen Sozialversicherungsträger“ und der „Richtlinie über die Pensionskassenzusage für Dienstnehmer der österreichischen Sozialversicherungsträger“ (Pensionskassenrichtlinie – RLPK) auszuweisen.

nach oben

LEISTUNGEN AN DIE ABFERTIGUNGS- BZW. MITARBEITERVORSORGEKASSEN

Für die jeweilige Beschäftigtenkategorie sind die Anzahl der Personen, für die Leistungen an Abfertigungs– bzw. Mitarbeitervorsorgekassen erfolgten, und die einbezahlte (Brutto–)Jahressumme anzuführen.

nach oben

Pensionsleistungen

Unter Bruttopensionsleistungen an ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Angehörige sind die Pensionszahlungen und Sachleistungen des Unternehmens ohne Einrechnung der Veränderungen der Pensionsrückstellung anzugeben.

Die Anzahl der Pensionsempfängerinnen und –empfänger umfasst sämtliche Pensionsbezieherinnen und –bezieher, einschließlich der Hinterbliebenen aus dem Kreis der ehemals Beschäftigten, Vorstands– und Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Vorstands– und Aufsichtsratsmitglieder. Diese Anzahl bezieht sich auf den Jahresdurchschnitt (arithmetisches Mittel).

nach oben

Pensionsbezogene Angaben

Das unternehmensrechtliche Vorsorgeerfordernis im Sinne des § 211 Abs. 1 f. des Unternehmensgesetzbuches (UGB) ist in voller Höhe anzugeben. Dies gilt unabhängig davon, ob bei der Bilanzierung die Nachholbestimmungen des Artikels X Rechnungslegungsgesetz – RLG, BGBl. Nr. 475/1990, in Anspruch genommen wurden. Es ist der Saldo aus Dotierung und Auflösung der Pensionsrückstellung im jeweiligen Berichtsjahr anzugeben. Dabei ist der letzte in das jeweilige Erhebungsjahr fallende Bilanzstichtag maßgeblich (wichtig bei einem Rumpfwirtschaftsjahr).

nach oben